HARRY WHITE

> Biographie

Die internationale Musikfachzeitschrift "Das Orchester" schrieb: "Dem Saxophonisten Harry White haben die Kritiker ins Stammbuch geschrieben, dass man bei ihm das Instrument mit neuen, anderen Ohren hört. ...Whites Artikulationsfähigkeit, seine seidenweichen Kantilenen und seine Präzisionstechnik machen sein Spiel unverkennbar. Während der Vorträge ist er wie ein Mystiker in tiefer Kontemplation versunken."

Harry White wuchs im Süden der USA, im Bundesstaat Mississippi auf und erhielt seine erste musikalische Erziehung von Warren und Marti Lutz. Er studierte bei Lawrence Gwozdz an der University of Southern Mississippi und beim Pionier des klassischen Saxophons Sigurd Raschèr im Bundesstaat New York.

Zwischen 1990 und 2001 war Harry White Mitglied im Raschèr Saxophon Quartett. Diese Zeit betrachtet er als prägende musikalische Erfahrung. Als Mitglied dieses Ensembles spielte er in den bedeutendsten Sälen Europas und der USA: Carnegie Hall und Lincoln Center New York, Kennedy Center Washington D.C., Philharmonie Berlin, Royal Festival Hall London, Opera Bastille Paris, usw.

Seit dem Juli 2001 ist er als Solist und freischaffender Musiker tätig. Kritiker loben White für die besondere, sanfte Tonqualität, die er auf seinem historischen Saxophon hervorbringt, und für seine dynamische Interpretation alter und neuer Werke. Er fühlt sich zur lyrischen Seite des Saxophons besonders hingezogen. Dies zeigt sich zum Beispiel auf der CD mit Liedern von Edvard Grieg (arr. für Saxophon und Klavier), die er zusammen mit dem Pianisten, Komponisten und Liedexperten Edward Rushton eingespielt hat.

White konzertiert regelmässig mit der Organistin Jakoba Marten-Büsing (Freiburg im Br.) und mit den Pianisten Todd Sisley (New York) und Edward Rushton (Zürich). Er tritt auch mit der Tessiner Sängerin La Lupa auf (www.la-lupa.ch).

Zudem ist White einer der zwölf Musiker im Raschèr Saxophon Orchester, das von Bruce Weinberger, Tenor Saxophonist im Raschèr Quartett, dirigiert wird.

Als Solist ist White unter anderem aufgetreten mit dem Radio Symphonie Orchester Stuttgart, den Bochumer Symphonikern, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn und den Philharmonischen Orchestern der Städte Freiburg im Breisgau und Heidelberg; als Orchestersaxophonist ist er regelmässig im National Orchester Mannheim tätig. Unter der Leitung von Sir Simon Rattle spielte White im Berliner Philharmonischen Orchester zusammen mit dem Raschèr Quartett beim Silvesterkonzert 2002 in der Philharmonie Berlin.

Highlights aus der Spielzeit 2007/2008

Konzerthaus Berlin
Harry White spielt Kammermusik zusammen mit Frank Lunte (Saxophon) und Tatjana Blome (Klavier).

Tonhalle Zürich, Kleiner Saal
Harry White spielt die Uraufführung eines neuen Saxophonkonzertes von Walter Baer mit dem Orchester LES ORPHEISTES unter der Leitung von Joel Mathias Jenny.

Highlights aus der Spielzeit 2006/2007

Orchestre National Bordeaux Aquitaine, Glazounov Konzert
Sechs Aufführungen des Glazounov Konzertes mit dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine unter der Leitung von Kwamé Ryan. Für diese Auftritte komponierte Edward Rushton im Auftrag der Opéra National de Bordeaux eine neue Solokadenz.

Gründung des "Harry White Trio"
Harry White SAXOPHON, Pi-Chin Chien VIOLONCELLO und Edward Rushton KLAVIER gründeten das "Harry White Trio" und spielten bereits Uraufführungen von Rolf Urs Ringger und Martin Wettstein.

Uraufführung von Edward Rushtons "Immersions"
Über die Uraufführung von Edward Rushtons "Immersions" mit Valérie Guillorit SOPRAN, Harry White SAXOPHON und Hans Adolfsen KLAVIER schrieb die "Neue Zürcher Zeitung":
So tauchte man an diesem Kammermusikabend ein in ein Klangbad, das Valérie Guillorit (Sopran), Harry White (Saxophon) und Hans Adolfsen (Klavier) vorzüglich bereiteten. Von der Bäderthematik inspiriert ist Edward Rushtons "Immersions" für Sopran, Altsaxophon und Klavier. Der Komponist hat für sein kantatenartiges Stück verschiedene Texte rund um die Budapester Heilbäder zusammengestellt. Kennzeichen seiner Musik ist das Changieren zwischen Emphase und Parodie, das virtuose Spiel mit dem Uneigentlichen, das den Zuhörer in einer anregenden Unsicherheit belässt.

Neuerscheinung: Aufnahme mit dem Zürcher Kammerorchester
Musiques Suisses, MGB CD 6249
Das Zürcher Kammerorchester unter der Leitung von Ruben Gazarian spielt vier Werke von Fabian Müller, u.a. mit dem "Lied des Einsamen" für Saxophon und Streichorchester.