HARRY WHITE

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"Frankfurter Allgemeine Zeitung"

White spielt eine Suite von Alois Haba, die seine phänomenale Artikulationskunst vom samtweichen Legato bis hin zu staubtrockenen Staccati fordert. Bei der Sonate von Johann Friedrich Fasch verblüfft Whites virtuoses, wendiges Spiel, während ein Lied von Gottfried Heinrich Stölzel durch warme Tongebung und delikate, einfühlsame Gestaltung bezaubert.

"Süddeutsche Zeitung" München

Dem Saxofonisten gelang die stimmige Balance von Expressivität und Rücknahme.

"Rondo"

Harry White - früher Mitglied im renommierten Raschèr-Saxofon-Quartett - übernimmt mit seinem Instrument den Gesangspart in diesen Liedern mit einer solchen Bravour und so differenziert im Ausdrucks, dass jedes Wort dagegen stumm erscheinen müsste. Edward Rushton ist ein idealer Klavierbegleiter: virtuoses, farbenreiches und sublimes Spiel – souverän und doch nie in den Vordergrund drängend. "Schläft ein Lied in allen Dingen..." – die zwei jungen Musiker treffen das Zauberwort.

"Das Orchester"

Whites Artikulationsfähigkeit, seine seidenweichen Kantilenen und seine Präzisionstechnik machen sein Spiel unverkennbar. Während der Vorträge ist er wie ein Mystiker in tiefer Kontemplation versunken.

"Badische Zeitung" Lörrach

Sind diese Transkriptionen [von Grieg Liedern] geglückt? Der erste Höreindruck sagt eindeutig ja! Der klang des Altsaxophons hat in der Mischung aus Klarinette und Horn etwas Verführerisches, und wird das Instrument so virtuos und empfindsam geblasen, wie Harry White das kann, geht Griegs Volksliedton direkt ins Herz. Harry Whites Spiel kommt der menschlichen Stimme ganz nah und transportiert unverfälscht die süsse Schwermut, das vage Sich-Sehnen dieser Lieder, aber auch deren tanzende Fröhlichkeit. In dem jungen Pianisten Edward Rushton – immerhin von Irwin Gage empfohlen – hat White einen Mitspieler von makelloser Präzision und hellwacher Sensibilität.

"Fränkische Nachrichten" Würzburg

Das Solo-Alt (Harry White) verblüffte hier im "Stampfer" [aus Bartòks Rumänischen Tänzen] mit herrlich klarinettenhaftem Kolorit.

"Rhein-Neckar-Zeitung" Heidelberg

Der renommierte amerikanische Altsaxofonist Harry White war bei Weill schon für den Saxofon-Part eingesprungen und brillierte danach noch in zwei weiteren Werken. Erwin Schulhoffs "Hot Sonate" für Altsaxofon und Klavier hat White bearbeitet. Eine raffinierte Instrumentierung für kleines Ensemble ist ihm gelungen, welche das Schwelgerische dieser Musik ebenso unwiderstehlich einfängt wie sie das Pointenreiche lustvoll unterstreicht.

Dazu spielte Harry White genauso betörend wie eben "hot", seinen gesanglich intensiven Ton herrlich glühen lassend. "Lamentuoso ma molto grottesco e sempre glissando" ist der dritte Satz überschrieben, und dieser wurde ganz hinreissend musiziert. Wie Kaugummi zog der Solist seine Glissandi: verwegen, genüsslich und das schummrig Verruchte dieser Atmosphäre über lakonisch scharfer Begleitung verführerisch zum Klingen bringend...White verband elastisch weiche, sinnlich samtige Tongebung mit virtuoser Brillanz.